Diabetische Dialysepatient:innen werden mit konventioneller Hämodialyse und somit ohne Berücksichtigung der Stoffwechselerkrankung behandelt. Es kann vermutet werden, dass diabetesrelevante Glukosekonzentrationen das rheologische Verhalten bei der konventionellen Hämodialyse negativ beeinflussen. Durch in vitro-rheologische Untersuchungen konnte der kostengünstige Ansatz der Glykierung porciner Blutproben als diabetisches Ersatzmodell validiert werden. Die Ergebnisse der rheologischen Untersuchungen bei einer Scherrate von 100 s-1 belegen im normoglykämischen Bereich einen Anstieg der Vollblutviskosität mit zunehmender Blutglukosekonzentration. Im Gegensatz fällt im sogenannten präkomatösen Glykämiebereich die VBV analog zum Anstieg der Hämolyserate ab. Seinerseits liefert das Dialysieren glykierter Blutproben unter Einhaltung konventioneller Behandlungsprotokolle und anhand moderner Dialysegeräte den endgültigen Beweis einer rheologisch schlechteren Dialyseeffizienz.
